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Direkt nach Oschersleben am Montag bringen wir unseren Clio
nach Mayen zum Team Mintgen Motorsport. Ab dem Rennen Nürburgring Nordschleifen
wird die Truppe um Teamchef Michael Mintgen den Clio vorbereiten und einsetzen.
Telefonisch wurde ich auf dem Laufenden über die Fortschritte gehalten.
Training
Endlich ist es soweit! Donnerstagnachmittag haben wir das
Glück im Trockenen auf Zeitenhatz zu gehen. Erst mal ein paar Runden auf
der abgewandelten GP-Strecke um mich an die Fahrwerkseinstellungen für die
Nordschleife zu gewöhnen und das neue Castrol-S (eigentlich Z) zu trainieren.
Nach einem kurzen Check geht’s endlich raus. Erste Runde ist nur Schauen angesagt,
da ich zu den Fahrern gehöre, die nur dieses eine Mal die Nordschleife
befahren. Anfänglich ist mir der Clio im Heck-Bereich zu unruhig, aber ich
beschließe die vielen Tipps, mit denen mich Michael Mintgen – der hat Ahnung,
und davon reichlich - ausgestattet hat, zu beherzigen und fasse von Runde zu
Runde mehr Vertrauen in den Clio, die Strecke und mich. Noch mal an die Box,
neue Reifen und Benzin fassen, dann Attacke. Diese zwei Runden sollten jetzt
für die Startposition den Ausschlag geben. Der Clio liegt super, alles läuft
prima abgesehen von geschwenkten gelben
Flaggen vorm Schweden -Kreuz – ein Alfa hat sich dort abgelegt, aber statt im
sechsten Gang bin ich zurecht vorsichtig im dritten um die Ecke gekommen.
Schade aber so ist das Spiel. Trotzdem bin ich total Happy über Startplatz 11 mit
nur 8 sec Rückstand auf den schnellen Elmar Jurek, zumal mir ein Windschatten
auf der Döttinger Höhe leider verwehrt blieb.
Das zweite Training am Freitag war erwartungsgemäß um 8.00
Uhr total verregnet und schweinekalt. Also nur besichtigen wo steht das Wasser,
wo sind die Bäche über die Strecke aber keine Arbeit in Form von Kaltverformung
für die Mintgen-Truppe. Es gab dennoch einigen Schrott. Der Clio von Florian
Scholz war irreparabel und die technische Nachuntersuchung verbannte Schulze
ans Ende des Feldes. Also Startplatz 9.
Rennen
Für das Rennen am Samstag um 11.oo Uhr hoffte ich die ganze
Nacht auf trockenes Wetter trotz anders lautendem Wetterbericht. Morgens um 7
war aber die Welt nicht mehr in Ordnung, der Regen setzte ein und ich konnte
beruhigt weiterschlafen. Jetzt war’s klar, das wird ein schwieriges Rennen.
Schweinekalt und Nass, ständiger Regen mal normal mal
stärker. In der Einführungsrunde galt es zum einen die Frontscheibe
durchsichtig zu gestalten, zum anderen die ganz harten Fans draußen am Ring zu
Bewundern. Tageslanger Kälte, Schlamm ... hatten sie getrotzt. Ich weis nicht, ob
ich das mitgemacht hätte.
Auf der Döttinger Höhe formierten wir uns, heftigst bemüht bei
diesen Temperaturen die Regenreifen irgendwie anzuwärmen.
Auf die Zielgerade einbiegen, und ab geht die Post. Gesehen
wohin habe ich in der Gischt allerdings nicht. Aber es muss gut gewesen sein,
denn Ausgangs Castrol-S war ich bereits auf P6. Allerdings konnte ich dies
nicht halten, da die Nordschleife im Regen nicht mein Freund wurde. Unterwegs
bemüht einen Rhythmus zu finden kam ich als 14. auf die Ziel-Gerade. Anbremsen, Einlenken, und Rums! Jetzt sind
meine Deutsch-Engländischen Beziehungen gestört, denn Rick Pearsons utopischer
Bremspunkt endete in der rechten Seite meines Clios und auch meine
Spureinstellung korrigierte er, obwohl ich damit zufrieden war.
Kurzer Halt an der Box, erstaunte Gesichter, die mich dann
nachhaltig aufforderten weiter zu fahren. Das tat ich dann auch.
Mit ca. 5 min Rückstand sah ich die Zielflagge als 16. aber
auch letzte. Mist aber „that’s race“ sagt man dann.
Fazit: allem Pech zum Trotz fand ich das Wochenende toll. So
schnell wie im Donnertagstraining war noch nie unterwegs. Für mich selbst habe
einiges gelernt: Mintgen baut tolle Fahrwerke, damit können auch „Angsthasen“
wie ich schell fahren.
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